Bar Trends - Mason Jars

 Foto: <<1977>> - ICE-T

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Wer hätte gedacht, dass ich mich einmal intensiver mit dem Thema der Einweckgläser beschäftigen werde aber Stillstand ist ja bekanntlich Rückschritt. 

Angefangen hat alles, wie immer, natürlich ganz harmlos. Step by step wagten die Einweckgläser den Weg aus den hintersten Reihen von Oma‘s Vorratskeller auf die Buffettische der Vorstadt. Kein Catering, kein Event, wo es nicht auf einmal irgendeine „nette Kleinigkeit“, z.B. „kandiertes Kirschlein auf Quark vom Wasserbüffel“, in einem Glas der Firma Weck gab, die nach eigenen Angaben nun bereits seit 215 Jahren „den Deutschen das Einwecken“ beibringt. Hut ab! Mittlerweile ist eine Präsentation von Speisen auf einer Veranstaltung in einem anderen Format eigentlich undenkbar. Eine ästhetische Alternative zum spröden Porzellangeschirr sind sie aber in jedem Fall.

Das man solche Gläser auch vorzüglich für ein Barcatering verwenden kann, liegt natürlich auf der Hand. Den Ursprung hierfür finden wir vermutlich in den USA, denn hier gehören die „Mason Jars“ seit den 60er Jahren zu jedem mobilen Limonadenstand in der Nachbarschaft. Ihr wahrer Siegeszug begann jedoch bereits ein paar Jahre früher, im Zeitalter der Prohibition. Die großen Einmachgläser eigneten sich perfekt, um den schwarz gebrannten Alkohol, den sogenannten „Mooshine“, sicher von den illegalen Brennereien zu den durstigen Kunden in den Speakeasys zu transportieren.

Auch heutzutage ist es wieder schick, Hochprozentiges in einem Mason Jar zu verpacken. Der Kornbrand „Moonshine“ von O‘Donnell, schmeckt nicht nur sehr angenehm sondern hat die Geschichte der Mason Jars wunderbar in die Gegenwart übertragen.

Für die mobile Sektbar konnte ich mich bisher selbst nicht zur Verwendung von Einweckgläsern für einen Sektcocktail durchringen, doch schauen wir einfach mal, wie der Sommercocktail 2015 letztendlich präsentiert wird.