Winzersekt - Schweder's Finest

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„Die Sonne scheint, die Knospen sprießen, wen‘s jetzt nicht kitzelt, der sollte genießen.“   (Altes Sprichwort)

Ja, ja der Frühling. Kaum steigen die Temperaturen wieder ein paar Grad über Kühlschrankniveau, ist die ganze Welt aus dem Häuschen.

Auch mir ist gerade ganz anders zumute, aber das liegt in erster Linie an diesem bombigen Sekt, der jetzt schon mein persönlicher Sommerhit 2015 ist. Die Rede ist von einem super leckerem Pinot Brut aus dem Hause Schweder, einem sympathischen Weingut aus der Pfalz.

Meine Definition von Glück? Eine eisgekühlte Flasche des Blanc de Noirs in den Händen halten und den sanften rosa Schimmer des flüssigen Golds im Sonnenschein bewundern. 

Geschmacklich verbindet er alles, was einen wirklich guten Sekt für mich ausmacht: Eleganz ohne Dominanz. Es erschlägt uns weder eine dicke Frucht, noch der Ballast der Hefe. Ein leichter Hauch von Apfel und Johannisbeere umkreist den Gaumen, ganz weich und edel. 

Dezent hält er sich im Hintergrund, was ihn auch zum auserwählten Partner für aufregende Sektcocktails macht. 

Genaus so sollte ein Sekt für den Sommer sein. Der perfekte Begleiter für jedes Sommerfest oder ein entspanntes Gläschen im Park.

Wer jetzt an meinem persönlichen Glück teilhaben möchte, kann dies für unschlagbare 11,90 Euro pro Flasche gerne tun.

In Berlin wird das Glück bekanntlich ja sogar bis vor die Haustür geliefert. 


Bar Trends - Mason Jars

 Foto: <<1977>> - ICE-T

Foto: <<1977>> - ICE-T

Wer hätte gedacht, dass ich mich einmal intensiver mit dem Thema der Einweckgläser beschäftigen werde aber Stillstand ist ja bekanntlich Rückschritt. 

Angefangen hat alles, wie immer, natürlich ganz harmlos. Step by step wagten die Einweckgläser den Weg aus den hintersten Reihen von Oma‘s Vorratskeller auf die Buffettische der Vorstadt. Kein Catering, kein Event, wo es nicht auf einmal irgendeine „nette Kleinigkeit“, z.B. „kandiertes Kirschlein auf Quark vom Wasserbüffel“, in einem Glas der Firma Weck gab, die nach eigenen Angaben nun bereits seit 215 Jahren „den Deutschen das Einwecken“ beibringt. Hut ab! Mittlerweile ist eine Präsentation von Speisen auf einer Veranstaltung in einem anderen Format eigentlich undenkbar. Eine ästhetische Alternative zum spröden Porzellangeschirr sind sie aber in jedem Fall.

Das man solche Gläser auch vorzüglich für ein Barcatering verwenden kann, liegt natürlich auf der Hand. Den Ursprung hierfür finden wir vermutlich in den USA, denn hier gehören die „Mason Jars“ seit den 60er Jahren zu jedem mobilen Limonadenstand in der Nachbarschaft. Ihr wahrer Siegeszug begann jedoch bereits ein paar Jahre früher, im Zeitalter der Prohibition. Die großen Einmachgläser eigneten sich perfekt, um den schwarz gebrannten Alkohol, den sogenannten „Mooshine“, sicher von den illegalen Brennereien zu den durstigen Kunden in den Speakeasys zu transportieren.

Auch heutzutage ist es wieder schick, Hochprozentiges in einem Mason Jar zu verpacken. Der Kornbrand „Moonshine“ von O‘Donnell, schmeckt nicht nur sehr angenehm sondern hat die Geschichte der Mason Jars wunderbar in die Gegenwart übertragen.

Für die mobile Sektbar konnte ich mich bisher selbst nicht zur Verwendung von Einweckgläsern für einen Sektcocktail durchringen, doch schauen wir einfach mal, wie der Sommercocktail 2015 letztendlich präsentiert wird.

Sparkling Cocktails - The Chili Milly

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Der "Chili Milly" ist mal wieder ein ganz raffinierter Sektcocktail. Optisch erinnert er den studierten Kenner natürlich sofort an einen "Double Bubble" aber man sollte sich von dieser niedlich platzierten Schote auf keinen Fall täuschen lassen. Wer mir jetzt hier mit "Bellini" kommt, der möge bitte die Tür verschließen, denn der "Chily Milly" sorgt in erster Linie für eine ausgeglichene Gefühlslage und ist gesund!

Weiterhin ist es der offizielle Drink für den Herbst, da ich beim Anblick von Weinbergpfirsichen immer an Kürbisse denken muss. 

 

Für den "Chili Milly" braucht man:

 

2cl brauner Rum (gerne etwas rauchig)

2cl Likör vom Pfirsich

Püree vom Pfirsich (einen Klecks)

Ein paar Krümel Chili (frisch)

Abrieb von der Muskatnuss 

6-8cl lecker Sektchen

Eis

Bis auf den Sekt fülle ich alles in den Shaker, so dass sich das Püree schön mit den weiteren Zutaten vermischt. Je feiner dieses ist, desto besser gelingt es. Danach alles in ein vorgekühltes Glas abseihen (Empfehlung: Sektschale). Püree darf rein, Chili muss draußen bleiben. Gelingt dies nicht, könnte es später zu geschmacklichen Missverständnissen kommen. Zur Krönung reibe ich noch etwas Muskatnuss darüber. Wer ganz verrückt ist, darf den Rand der Schale gerne mit den ätherischen Ölen der Chili benetzen. 

Einige werden sich jetzt fragen, was das Ganze soll aber es ist wirklich ein toller und besonderer Drink. 

Du möchtest den Chilly Milly probieren? Dann miete jetzt deine eigene Sektbar!

Sparkling Cocktails - Amaro Mondino Spritz

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass die Entstehung und der Aufstieg des Sektgars sehr eng mit dem Genuss und der Heiligung des Aperol Spritz (Sprizz) in Verbindung zu bringen sind. Dieser Teil der Geschichte ist so geschehen und ich möchte dies auch nicht leugnen. Die Umstände der Entdeckung dieses Getränks waren damals ausgezeichnet, denn es war ein lauer Sonntag auf einem stelzigen Flur in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der Emanzipation von Rotkäppchen und Co. kam auch der starke Wunsch nach alternativen Amaros auf.  Hier gibt es zwar eine Vielzahl von Möglichkeiten, die meisten Produkte sind im Bezug auf Herstellung und Inhaltsstoffe jedoch nur eine geringfügige Verbesserung. So war es umso erfreulicher, als im vergangen Jahr der Amaro Mondino das Licht der Welt erblickte. Gefertigt von einer kleinen Brennerei im beschaulichen Traunstein, verkörpert er alles, was eine gute Spirituose ausmacht: Handwerkskunst und ausgezeichnete Qualität.  Geschmacklich könnte man den Amaro Mondino zwischen Aperol und Campari verordnen. Die Fruchtigkeit der Orangen trifft auf die Würze des gelben Enzians. Weiterhin werden keinerlei künstlichen Geschmacks- und Farbstoffe verwendet, was auf dem Markt der Bitterliköre eine absolute Seltenheit ist. 

Für mich ist die Kombination mit Schauwein selbstverständlich die erste Wahl, jedoch eignet sich der Amaro Mondio auch hervorragend für weitere Anwendungen, beispielsweise im Negroni oder mit einem gekühlten Tonicwater, am besten von Aqua Monaco.

 

Für den Mondino Spritz brauchst du

4-6cl Mondino (wer es etwas weicher mag, sollte sparsamer sein)

10cl Schaumwein

1x Orangenzeste

1x Zitronenscheibe

1x A bisserl Minze

1x Eiswürfel

1x Glas  (z.B. Londrinkglas)

1x Jigger

 

Dann machst du

1. Eiswürfel ins Glas

2. Amaro Mondino hinzu führen

3. Zitronenscheibe & Minze hinein geben

4. Orangenzeste darüber ausdrücken und den Glasrand leicht benetzen

5. Mit Schaumwein auffüllen

6. Staunen

Lust auf einen leckeren Amaro Mondino Sprizz bekommen? Dann miete jetzt deine Sektbar!

Der Erwerb der einen oder anderen Flasche ist selbstverständlich auch über mich möglich.

Wem das aber zuviel des Guten ist, der wird am ehesten bei Dr. Kochan oder im Studio Oppermann fündig.

Sparkling Cocktails - The French Rabbit


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Es ist Mittwoch und so langsam sollte man sich schon einmal Gedanken machen, wie man das bevorstehende Wochenende zelebrieren möchte. Was bietet sich hier besser an, als ein schöner Cocktail mit Sekt. Da der Herbst in Berlin mittlerwerweile schon in vollem Gange ist, habe ich für diese Woche etwas ganz besonderes kreiert: The French Rabbit. Rettich wäre vielleicht passender aber versuche das bitte einmal nach zwei Gläsern über den Tresen zu nuscheln. Der Drink ist eine Hommage an das deutsch-französische Sektverhältnis und beinhaltet eine der besten Zutaten der Welt: die rote Beete. Dieses Geschenk Gottes (o.ä.), findet man mittlerweile im Shampoo ebenso wie im Speiseis. Trend eben. Apfel und Lavendel runden das Wunder im Glas ab und so entsteht eine wahre Geschmacksexplosion.

Man nehme:

1x gekochte rote Beete (Kugel)

1x Haufen frisch geriebener Rettich

1cl feiner Lavendelsirup

2cl Apfelikör (bio)

10cl Sekt nach Wahl, nicht zu fruchtig

1x schön viel Eis

1x Shaker

1x Rührglas

1x Sieb

Glas: z.B. Tumblr

Dann machst du:

1. Die rote Beete zerhacken und mit etwas eigenen Saft und dem geriebenen Rettich in den Shaker geben. Ordentlich Eis dazu und schön shaken. Hier muss etwas Flüssigkeit entstehen.

2. Eis ins Rührglas und den rote Beete-Rettich-Mix durch ein Sieb ins Rührglas abseihen.

3. Den Lavendelsirup und den Apfellikör hinzufügen und schön durchrühren.

4. Ab damit ins Glas und mit Sekt auffüllen.

5. Genießen und staunen.

Es bietet sich an hier vorher ein bisschen zu experimentieren. Wer es süßer mag, sollte den Anteil des Lavendelsirups erhöhen. Ich bekommen meinen Lavendelsirup immer vom Lavendelmann. Bei dem Apfellikör habe ich mich für ein etwas ungewöhnliche, naturtrübe Lösung entschieden.

Du möchtest sofort probieren? Dann miete doch einfach deine eigene Sektbar!