Winzersekt - Schweder's Finest

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„Die Sonne scheint, die Knospen sprießen, wen‘s jetzt nicht kitzelt, der sollte genießen.“   (Altes Sprichwort)

Ja, ja der Frühling. Kaum steigen die Temperaturen wieder ein paar Grad über Kühlschrankniveau, ist die ganze Welt aus dem Häuschen.

Auch mir ist gerade ganz anders zumute, aber das liegt in erster Linie an diesem bombigen Sekt, der jetzt schon mein persönlicher Sommerhit 2015 ist. Die Rede ist von einem super leckerem Pinot Brut aus dem Hause Schweder, einem sympathischen Weingut aus der Pfalz.

Meine Definition von Glück? Eine eisgekühlte Flasche des Blanc de Noirs in den Händen halten und den sanften rosa Schimmer des flüssigen Golds im Sonnenschein bewundern. 

Geschmacklich verbindet er alles, was einen wirklich guten Sekt für mich ausmacht: Eleganz ohne Dominanz. Es erschlägt uns weder eine dicke Frucht, noch der Ballast der Hefe. Ein leichter Hauch von Apfel und Johannisbeere umkreist den Gaumen, ganz weich und edel. 

Dezent hält er sich im Hintergrund, was ihn auch zum auserwählten Partner für aufregende Sektcocktails macht. 

Genaus so sollte ein Sekt für den Sommer sein. Der perfekte Begleiter für jedes Sommerfest oder ein entspanntes Gläschen im Park.

Wer jetzt an meinem persönlichen Glück teilhaben möchte, kann dies für unschlagbare 11,90 Euro pro Flasche gerne tun.

In Berlin wird das Glück bekanntlich ja sogar bis vor die Haustür geliefert. 


Sekt im Kiez - Der Weinkeller (Berlin-Mitte)

Meine erste Begegnung mit Wein spielte sich tatsächlich in einem sehr gemütlichen Gewölbekeller ab. Draußen war es bitter kalt und da unten doch so lauschig warm. Irgend etwas muss jedoch fürchterlich schief gelaufen sein, denn der Koch jenes Etablissements kredenzte meine sonntägliche Kinderportion Spirellis mit einer kräftigen Rotwein-Sahnesoße. Großes Kinderpfui! Es war der bisher einzige Zeitpunkt in meinem Leben, der eine Registrierung bei Yelp gerechtfertigt hätte, aber leider war das Internet damals noch nicht soweit, also leider kein #epicsoßenfail, #fingerweg oder #niewieder. 

Auch wenn ich meinen Rotwein noch heutzutage lieber ohne Sahne genieße, bin ich immer wieder von der Aura eines gemütlichen Gewölbekellers fasziniert. Genau in einem solchen Exemplar, ist auch „Der Weinkeller“ in der Linienstraße in Berlin-Mitte untergebracht.

Bereits beim steilen Eintritt das erste Highlight: ein großes Angebot an „klassischen“ Korkenziehern. Banause wie ich aber nun einmal bin, interessieren mich natürlich in erster Linie die Schaumweine, also unauffällig durch den Keller schleichen und nach neuen Schätzen suchen.

Nach sorgfältiger Prüfung habe ich mich für einen Crémant d'Alsace aus dem Hause Gloeckler & Brenner entschieden. Volles Risiko also mal wieder, um den Andrenalinspiegel oben zu halten. Man möchte ja schließlich spüren, dass man noch lebt. Und welche Lebenslust weckt erst der Duft von reifen, saftigen Birnen, der einen gerade zu aus dem Glas überfällt. Wahnsinn. Selten so etwas erlebt. Toll.  Absolute Empfehlung, wenn es auch mal intensiver sein darf. 

Wer sich davon jetzt nicht blenden lässt, kommt aber auch so im Weinkeller auf seine Kosten. Besonders lobenswert ist meiner Meinung nach, dass auch der schmalerer Gelbbeutel bedacht wurde, ohne dabei qualitative Abstriche zu machen. Eine Einstellung,  die ja nicht unbedingt für alle Gewerbe in direkter Nachbarschaft zutrifft.

Der Weinkeller | Linienstr. 147 | 10115 Berlin

 

Winzersekt - Andres & Mugler

Pünktlich zur Fashionweek ist es an der Zeit, euch eine Perle der besonderen Art zu präsentieren. Manche Schätze möchte ich ja am liebsten für mich behalten, aber dieses konterrevolutionäre Verhalten ist natürlich schlecht für die Weiterentwicklung der Sektkultur und die Winzersekte aus dem Hause „Andres & Mugler" sind aus verschiedenen Gründen ein absolutes „Must have“.

Die Sekttkellerei „Andres & Mugler“ wurde 1989 von Michael Andres und Steffen Mugler gegründet, nachdem beide für sich entschieden haben, dass sie keinen Sekt mehr kaufen, sondern nur noch ihre eigenen Sekte trinken wollen. Eine sehr ehrbare Grundeinstellung, wie ich finde.

Das Ergebnis hebt sich tatsächlich auf verschiedenen Ebene von der breiten Masse ab. „Inhaltlich“ wird Wert darauf gelegt, Trauben zu verwenden die anders wo als zu kostbar gelten würden, da sie sich in einem sehr fortgeschrittenen Reifeprozess befinden. Gerade hierdurch entstehen aber die Sekte, die so richtig schön „nach Trauben“ schmecken. So soll es sein.

 Eleganz am Korken

Eleganz am Korken

Momentan gibt es sieben, nach diesem Grundprinzip hergestellte, Tropfen, die sich auch äußerlich geheimnisvoll geben. Denn die elegante Flasche weckt nicht nur ob ihrer bauchigen Form Begehrlichkeiten, sondern überrascht mit einer ungewohnten Verschlusstechnik. Anstatt wie üblich, den Korken mit einer Drahtagraffe zu verschließen, übernimmt diese Funktion ein Spange. Diese Verschlusstechnik ist eine urtraditionelle Art - und Weise, den Korken am freudigen Absprung von der Flasche zu hindern.

So lag es nur nah, dass ich mich für die Verkostung des Cuveé Louis auf die große Tradition des Sabrierens besann, denn schließlich sind vor dem Säbel alle Korken gleich.

Der Cuveé Louis, benannt nach dem Sohn Muglers, wird aus verschiedenen Rebsorten hergestellt. Schwarzriesling trifft auf Spätburgunder, Auxerrois auf Chardonnay. Das Ergebnis ist ein wirklich würziger, tiefgelber Sekt, der nur dezent fruchtig daher kommt. Ein wenig Zitrus und vielleicht Johannisbeere.

Alles in allem eine absolute Empfehlung, wenn man einen alltäglichen Moment zu einem besonderen machen möchte. 

Perfekt fürs Leben also. 

Ich soll die nächste Flasche einfach direkt auf deiner Hochzeit sabrieren? Kein Problem!

 

 

The six steps to drinking Champagne

 Casual Champagne Gathering 

Casual Champagne Gathering 

Remember the last time you drank Champagne? Chances are good that you felt rather special, just beloved or a bit weird. The following guideline will help you to ease up your Champagne relationship.

 

(1) Know how it’s made!

Treat Champagne like you treat wine. Because it is wine. Be curious about where it comes from, how it is produced and where you buy it. Here are the hard facts: Champagne refers to the Champagne region, a 35.000 ha wine region in France, famous for it’s sparkling wine mostly made out of the two red (!) grapes Pinot Noir and Pinot Meunier as well as the white grape Chardonnay. Wine from the Champagne is Champagne, wine not from the Champagne is not Champagne. When it comes to Champagne specific knowledge, the following three steps of the vinification are the ones to remember.

 

(1) Assemblage: After the harvest and the pressing different grapes are blended based on the formula good + good = great. Pinot Meunier provides roundness, Pinot Noir strength and Chardonnay floral finesse to the wine. In addition to the variety in grapes, Champagne producers, especially the big houses, blend their basic Champagnes with grapes from different vintages to guarantee a maison specific, noteworthy taste every year (non-vintage Champagne). If weather conditions of a given year are favorable producers are likely to compose wines with at least 85% of the grapes from the vintage’s year (vintage Champagne or Millesime).

 

(2) Méthode champenoise (second fermentation): Around eight months after the harvest, the wine gets bottled; the liqueur de tirage (yeast and rock sugar) is added and the bottles get sealed with a crown cap. In the following month, the yeast induces the second alcoholic fermentation by chemically reducing sugar to alcohol and CO2.

 

(3) Remuage, Degorement and Dosage: After at least 1.5 years of aging, just before the wine gets corked, the bottle is turned and manipulated (remuage) on a daily basis so that the lees (rest of the yeast) can settle in the neck of the bottle. Afterwards, the neck gets frozen, the crown cap removed and the CO2 induced pressure forces the frozen less out of the bottle (degorement). Before corking, sugar syrup is added to give the wine back some sweetness (dosage).

 

(2) Drink, drink, drink!                     

You don’t taste the difference between a German Sekt, a Champagne and an Italian Prosecco yet? This is nothing to be ashamed off. In fact probably nobody could without exercising over and over again. So just do what every winemaker tells you to do: drink, drink, drink! By drinking, especially when comparing two different wines at the same time, you will learn more than when you read and talk about wine.

 

(3) Got your taste right? – Just don’t talk about it!

Once you have started tasting differences, please do not do what your parents and grandparents have been doing: Don’t talk about wine too much! Do not build up the same barrier, which made wine so hard to grasp for you when you were younger! Trying to describe every nuance you smell and taste is silly and as matter of fact, nobody really cares about it. If you do however have to talk about wine, just make it simple. I suggest, and I haven’t met a winemaker who disagreed, to start and stay with four easy directions. Those are mine:

 

 

(4) Don’t buy Champs-Elysées – Unless you are a Consultant or an Investment Banker; then it’s OK!

In everyday language (esp. in France) Champagne can be classified in Champs-Elysées and non-Champs-Elysées. Champs-Elysées refers to the big Champagne manufactories such as Moët & Chandon, Veuve Clicquot Ponsardin, Ruinart, Krug or Mercier (all brands of the Louis Vuitton imperium), which buy up to 80% of their grapes from smaller vineyards to meet the marketing seduced demand of non-vintage Champagne. People who understand Champagne will think you drink to show off when going for a bottle of Moët. If you do not want to show off, simply don’t drink it. If you drink to show off, this is a different chapter. However, I would still suggest not going for a bottle of Moët. People will be more likely impressed when you offer them a glass of a 2,052 bottle limited Champagne coming from a 7.2 ha small, family owned Domaine.

Next to the non-commercial aspect drinking wine from small Champagne Domaines goes along with two other advantages. First, their wine is less sterile. In contrast to the big houses they are more flexible. Even in non-vintage Champagnes you are likely to taste the climate and weather induced differences throughout the different years. Weather and Winemaker both have a stronger influence on the wine’s character. Second, there are in average cheaper, as Marketing expenses are not part of the cost structure. 

 Not that small: Domaine Dehours

Not that small: Domaine Dehours

(5) Talk to the winemakers – Let their stories flow!

Wine can be experienced at three different levels. Firstly by the eye, meaning by the bottle’s appearance and written information. Secondly by tasting and thirdly by visiting the vineyard as well as meeting the winemaker. At least for me, only a combination of the second and third approach gives me real access to a wine since it enables me to connect my taste to pictures, smells and stories about the vintage I drink. Even if you are capable of completely getting a wine without actually having been at it’s origin, the personal and rich connection you establish while visiting, will remain vivid every time you open up a new bottle.

 Our winemaker: Jérôme Dehours 

Our winemaker: Jérôme Dehours 

(6) Stop overvaluing the occasion – It’s all about fun!

When comparing French Champagne consumption with German one, this is definably the most crucial takeaway: Sparkling wines are all about pleasure, enjoying life and having fun. Since for at least Gen-Y pleasure, joy and fun are not inclusively connected to Christmas, New Year or marriages anymore, it’s finally time to think your Champagne consumption over. Champagne occasions are everywhere – you just have to change the perspective!

 

 

About the author:

Philipp G. aka “Le Champreneur” loves and lives the bubbles.

All pictures were taken during a visit at Domaine Dehours this summer.

http://www.champagne-dehours.fr

 

Winzersekt - Kestener Licht

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Ich bin ja ein großer Freund von Ostern. Als Kind durfte ich zwar immer erst kurz vor Sonnenuntergang die Eier suchen aber dazu vielleicht später einmal mehr. Das Schöne an Ostern ist, dass sich in diesen Tagen dein Bewusstsein endgültig von Winter ("Oohhh") auf Sommer ("Aahh") umschaltet und man die guten Vorsätze und großen Pläne nun getrost wieder vergessen kann. Dieses Jahr begann das Osterfest mit der morgendlichen Frage nach dem Sinn oder Unsinn dieses religiösen Events. Es ist doch immer wieder lustig zu sehen, wie wenig man einfach darüber weiß und ich lag auf jeden Fall mehr als knapp daneben. Generation Quizduell! Zum Glück ereilte uns dann doch noch die Erleuchtung in flüssiger Form: das Kestener Licht erblickte den Tisch.  

Das Kestener Licht ist nun kein spirituelles Gimmick der Neuzeit sondern ein wunderbarer Rieslingsekt mit Tradition. Seit über 175 Jahren wird auf dem Klostergut Himmeroder Hof von der Familie Licht in der Eifel mit viel Liebe und Herzblut Wein angebaut. Steckenpferd ist hier ganz klar der Riesling, wie es die Lage an der Mittelmosel bereits vermuten lässt. Ein guter Anteil hiervon wird dann im traditionellen Verfahren in der Flasche versektet.

Ich persönlich war freudig überrascht von der Feinperligkeit und Fruchtigkeit des Produkts. Der optimale Begleiter für einen morgendlichen Brunch. 

In Berlin erhält man den Sekt beispielsweise hier und auf Wunsch auch gerne in der mobilen Sektbar.

Bon Perlage!